Die Reisevorbereitungen sind abgeschlossen. Nochmals werden die Dokumente gecheckt. Flugtickets, Reisepass. Fahrzeugausweis, Kreditkarten, Krankenkassekarte (Kopien erstellt). 
Reiseapotheke, inkl Malariaprophylaxe. Impfausweis elektronisch www.meineimpfungen.ch
Fotoausrüstung, SD Karten, Backupkonzept
Koffer und Fototasche sind gepackt.

16. 8. 2019

Die Reise beginnt. Wohnort - Zürich - Amsterdam - (Luanda) - Windhoek. Wir fliegen mit KLM.

17.8.2019

Die Flugreise war anstrengend und kurz vor dem Zwischenstopp in Luanda gerieten wir in grössere Turbulenzen. 

In Windhoek verlief die Einreisekontrolle schleppend und am Europcar-Schalter war die Warteschlange auch ziemlich lang.

Die Fahrzeugübergabe  war sehr speditiv und wir konnten unseren Toyota 4 Runner in Empfang nehmen. Die Autoreise auf der „falschen Seite“ konnte beginnen. Ab und zu wurde der Scheibenwischer anstatt der Blinker betätigt. Ausgangs Windhoek deckten wir uns mit Wasser ein. Die Fahrt ging über die B1 nach Okahandja und weiter Richtung Otjiwarango. 70 km vor Otjiwarango liegt das Okonjima Camp. Am Strassenrand machten sich bereits Affen und Warzenschweine bemerkbar.

18.8.2019

Unsere erste Exkursion in Okonjima nachmittags zu den Geparden ist sehr eindrücklich, einerseits bestimmt durch die atemberaubende Landschaft andererseits durch die Tierwelt. Wir haben das Glück einen Leoparden kurz nachdem er einen Springbock erlegt hat, zu beobachten. Dazu kommen Giraffen, Springböcke, Oryx und eine schlafende Hyäne. Bei der Rückfahrt unter eindrücklichem Sternenhimmel sichten wir sogar einen Ameisenbär.

19.8.2019

Die  Fahrt bis bis zum Ost Eingang des Etosha Parks dauert lange. Hier beziehen wir unsere wunderschöne Lodge Onguma Safari Camp. Beim Sundowner Apero bestaunen wir Zebras, Springböcke, Giraffen und verschiedene Vögel.

20.8.2019

Morgenstund hat Gold Im Mund. Bereits beim ersten Wasserloch Koinachas im Etosha können wir Zebras und Giraffen beim Wassertrinken beobachten. Später sehen wir das Nashorn etwa fünf Meter entfernt beim Fressen. Drei grosse Elefanten trampeln auf uns zu und überqueren vor und hinter uns die Strasse. Weitere Tiere wie Gnus, Springböcke, Giraffen, Strausse und sogar ein Honigdachs kreuzen unseren Weg. Die grossartige und abwechslungsreiche Landschaft mit einer Herde Gnus und vor allem die Aussicht auf die ausgetrocknete Etosha-Pfanne im Hintergrund beeindrucken uns sehr.

21.08.2019

Naja, es ist früh, 6.15 Uhr. Wird es sich lohnen aufzustehen? Tag zwei im Etosha beginnt. Die Sonne ist bereits da, die Einfahrt (Anmeldung und Bezahlung) ist problemlos. Einige Kilometer später aus einiger Distanz sichten wir ein Nashorn. Erstes Wasserloch Ombika ist ausgetrocknet, trotzdem sind eine Hyäne, einige Springböcke und Oryx zu bestaunen. Die Sonne scheint mittlerweile sehr stark auf die ausgetrocknete, staubige aber überaus imposante Landschaft von sandig kaum bewachsen bis zu vielen Sträuchern und Bäumen. Bei längerem Verbleiben an den Wasserlöchern Gemsbokvlakte und Olifantsbad kommen abwechslungsweise Zebras, Springböcke, Strausse und Kudus angelaufen. Auf der Weiterfahrt kreuzen ein Nashorn und mehrere Giraffen unseren Weg und - nach Sichtung vieler Autos folgt das Highlight, Elefanten!!! 20 Stück an der Zahl von klein bis riesengross trinken und plantschen am Wasserloch Aus. Nach kurzer Rast zieht die Elefantenkarawane weiter. Auch wir ziehen weiter. Erfolglos auf der Suche nach dem König der Tiere gibts am Abend bei Musik ein erfrischendes Bier.

22.8.2019

Die Reise geht weiter Richtung Westen zur Hobatere Lodge im Kamanjab. Abends gehts nochmals auf eine Pirschfahrt. Nach kurzer Zeit können wir eine trächtige Löwin beobachten. Wow, das Highlight. Eine Löwenfamilie bewacht ein zuvor gerissenes Zebra.

23.8.2019

Tagwach ist wieder früh, bereits nach kurzer Fahrt beobachten wir Löwen sechs bis acht an der Zahl bei ihrem „Verdauungsschlaf“ aus nächster Nähe. Nur das Zebraskelett ist noch zu sehen. Weiter geht es auf holprigen Strassen zur Malansrus Tent Lodge im Damaraland.

24.8.2019

Die Wüstenelefanten sind heute unser Ziel. Sie sind schlanker und haben grössere Füsse als die Elefanten im Etosha. Sie legen eine Strecke bis zu 70 km am Tag zurück. Um sieben Uhr geht's los, es ist noch kalt, nach einer zweitstündigen Fahrt frühmorgens stossen wir auf zwei Herden. Am Nachmittag hören und sehen wir viel Interessantes über die Geologie und Geschichte Afrikas (burnt mountain, Orgelpipes und Felsgravuren der San).

25.8.2019

Ausgeschlafen fahren wir auf etwas weniger holprigen Strassen zur Ai-Aiba Rock Painting Lodge im Erongogebirge. Das Erongogebirge ist eine Bergformation mit vulkanischem Ursprung mit einer Ringstruktur von 30 km Durchmesser. Die Entstehung begann vor 170 Millionen Jahren. Unterwegs zu unserer nächsten Unterkunft besuchen wir am Strassenrand einen Markt der Herero und Himbas.

26.8.2019

Von Ai-Aiba geht’s weiter Richtung Swokopmund. Die Stadt wurde im Jahr 1882 während der deutschen Kolonialzeit gegründet. Sie ist umschlossen von der Wüste und dem Atlantik. Sie gilt für viele Namibier und Südafrikaner als Ferienort.

27.8.2019

Um 8:00 Uhr werden wir abgeholt. Es geht auf eine Living Desert Tour in einem Allradfahrzeug. Unser Guide ist Namibier mit deutscher Sprache (1930 sind seine Grosseltern eingewandert). Uns wird die Schönheit und die Tierwelt der Namibwüste gezeigt. Die kleinen Fünf (Reptilien) der Wüste sind Wüstenspinne (Whitelady), Palmato-Gecko, Namaqua-Chamäleon, Eidechse, Schlange (Sand-, Hornviper). Auch eine Blindschleiche und Käfer wie der Toktokki können wir sehen. 

28.8.2019

Heute zeigt sich der im Winter/Frühling normale Nebel von seiner besten Seite. Wir fühlen uns fast wie im Herbst bei uns zuhause. Kurz nach Walvis Bay endet die angenehme Fahrt auf der Teerstrasse und es geht für die nächsten 150km holprig und staubig weiter, aber wieder mit viel Sonne. Wir überqueren zwei Pässe (Kuiseb und Gaub). Die Landschaft hat von sandig auf steinig und karg gewechselt. Sogar drei Köcherbäume können wir unterwegs fotografieren. Unser Ziel erreichen wir am Nachmittag. Hier geniessen wir einen sehr schönen Sonnenuntergang.

29.8.2019

Fast kaum zu glauben, aber es geht noch holpriger weiter nach Solitaire bis Sesriem zu unserem nächsten Übernachtungsort in der Nähe von Sossusvlei. In Solitaire tanken wir und kaufen uns zwei Stück vom bekannten Apfelstrudel. Es ist wirklich sehr lecker. 

30.8.2019

Finster ist es bei unserer Abfahrt Richtung Sossuvlei. Vor dem Tor in den Namib-Naukluft Park reihen wir uns in der kleinen Kolonne ein. Auf der geteerten Strasse fahren wir 65km bis zum Parkplatz. Hier steigen wir auf einen Shuttle um, da die Strasse nur für geübte Sandfahrer ist. Unterwegs muss unser Fahrer einem steckengebliebenen Fahrzeug helfen. Wir sind froh haben wir uns für den Shuttle entschieden. Zu Fuss steigen wir ins Deadvlei und bestaunen die uralten abgestorbenen Bäume. Wir erklimmen einen Teil der grössten Düne der Welt, Big Daddy ca. 380m hoch. Auf dem Rückweg bei der Düne 45 machen wir noch Halt und einige erklimmen die Düne im Eiltempo, während andere die Dünenlandschaft einfach so geniessen. Zum Sesriem-Canyon ist die Fahrt kurz aber überaus holprig, steinig …einfach nur mühsam. Zurück bei der Lodge, geniessen wir den späten Nachmittag.

31.8.2019

Die letzte holprige Etappe steht bevor, wir meistern auch diese ohne Panne, ab Maltahöhe fahren wir auf geteerten Strassen zu unserer letzten Lodge am Rande der Kalahari. Am späteren Nachmittag fahren wir nochmals mit einem Guide durchs Gelände. Der Sonnenuntergang ist perfekt, einfach wunderschön anzusehen.

1.9.2019

Es ist der ideale Abschluss unserer Namibiareise. Wir machen einen Spaziergang in der Kalahari, bestaunen die Landschaft mit den Gnus, Kudus, Springböcken, Straussen und einem Erdmännchen. :)

2.9.2019

Zu zweit geht die Reise weiter nach Kapstadt.

Namibia08-2019