Südafrika 09-2019

02.09.2019

Vom Airport aus fahren wir auf einer vierspurigen Autobahn mit starkem Verkehr ins Zentrum zu unserem Hotel. Ein grosszügiges Zimmer mit einem riesigen Badezimmer ist für die nächsten drei Nächte unser zuhause.

03.09.2019

Der grandiose Tafelberg, das Wahrzeichen Kapstadts, ist unser erstes Ziel. Wir haben das Glück den Berg und die Aussicht auf die Stadt ohne Wolkenband zu erleben. Weiter fahren wir an der Küste (Chapmans Peak, Simons Town, (die Strasse ist gebührenpflichtig) entlang an die Boulder Beach, wo wir eine grosse Kolonie der Afrikanischen Brillenpinguine beobachten. Diese Wasservögel sind eine vom Aussterben bedrohte Art. Die Fahrt geht weiter an den südwestlichsten Punkt Afrikas, das Kap der guten Hoffnung. Hier trifft der Atlantik auf den indischen Ozean. (Bartolomeu Diaz umsegelte als erster Europäer 1488  die Südspitze Afrikas) Zum hohen und steilen Kliff geht es zu Fuss hin und zurück 90 Minuten. Unterwegs werden wir von Affen begleitet, welche uns etwas zu nahe kommen.

04.09.2019

Heute ist Sightseeing angesagt. Zu Fuss geht es durch den botanischen Garten  über den Greenmarket Square (farbenfroher Kunsthandwerker- und Souvenirmarkt), ins Bo-Kaap das auch Malay Quartier bezeichnet. Minarette und pastellfarbene Häuser prägen das Bild der im späten 18. Jhr. entstandenen Wohngegend. Die Kapmalayen sind Nachkommen der Sklaven, die seit der zweiten Hälfte des 17. Jhr. aus Asien kamen. Am Nachmittag besuchen wir die Waterfront. Der Hafen ist noch in Betrieb und bietet eine schöne Kulisse. Hier ist alles fein raus geputzt. Grosse Shopping-Malls, Restaurants in Hülle und Fülle. Wir essen einen leckeren Fisch im Harbour House. Anschliessend bringt uns ein Taxi ins Hotel zurück.

05.09.2019

Wir fahren über die N1 Richtung Stellenbosch. Nur wenige Kilometer entfernt vom Glamour und Luxus treffen wir auf eine „andere Welt“. Längs der N1 wohnen Leute, die in Bretter- und Blechhütten wohnen. Es ist beschämend solches zu sehen und es geht uns unter die Haut. Vorwiegend sind es Menschen mit dunkler Hautfarbe.  Stellenbosch ist die zweitälteste Stadt Südafrikas, sie wurde von einem holländischen Gouverneur 1679 gegründet. Die Stadt ist das Herzstück des Weinlandes und beheimatet noch zahlreiche alte kapholländische Häuser. Wir besuchen den alten Krämerladen, Kam Samir se Winkel. Die Fahrt geht weiter nach Hermanaus. Auch hier wohnen am Stadtrand viele Menschen in Armut. Es besteht immer noch ein grosser Gegensatz zwischen „schwarz und weiss“. Am Strand können Wale, welche Jahr jedes zwischen September und Oktober zum Kalben kommen, vom Land aus beobachtet werden. Wir haben kein Glück. Es windet sehr stark, die See ist unruhig.

06.09.2019

Nochmals warten wir auf Wale, leider zeigt sich auch heute keine Fontäne oder Schwanzflosse über dem Wasser. Wir fahren über hügeliges Gelände an riesengrossen Getreidefeldern vorbei zu unserer Unterkunft. Die Country Lodge befindet sich in einem Rebbaugebiet. Eine Weindegustation ist vor dem Abendessen angesagt.

07.09.2019

340 km fahren wir am heutigen Tag. Die Landschaft wechselt mehrmals: riesige Getreidefelder, Viehweiden, Straussenfarmen, Wälder, Sumpf- Fluss- und Seenlandschaften. In Plettenberg Bay beziehen wir eine Lodge mit Blick auf den indischen Ozean. Hier hoffen wir natürlich Delphine springen zu sehen. Plettenberg Bay ist einer der beliebtesten Ferienorte an der Garden Route und liegt an einer wunderschönen Bucht. Die Portugiesen kamen hier erstmals im Jahr 1576 an. Die Sonne scheint hier fast das ganze Jahr (320 Tagen). Abends stossen wir bei einem feinen Essen auf den Geburtstag an.

08.09.2019

Das Thermometer zeigt 35 Grad. Heute ist Ruhetag, wir spazieren am Strand entlang und wagen uns sogar ins Wasser (gefühlte 18 Grad erleben wir den indischen Ozean).

09.09.2019

Wir besuchen den Vogelpark „Birds of Eden“. Es ist die weltweit grösste freiflugfähige Voliere mit einer Kuppel. In einem 2.3 ha teilweise bewaldetem Gebiet können wir die Vögel auf einem Fussweg selber beobachten. Es sollen sich 200 Arten insgesamt 3500 Vögel im Park befinden. Die Vögel haben hier ausreichend Flugraum. Später verlassen wir die Küste (Garden Route) und fahren über den Outeniqua Pass (800 MüM) nach Oudtshoorn in die Hochburg der Straussenfarmen. Abends essen wir demzufolge natürlich ein Straussenfilet. Es mundet fein. Hier in der Nähe in Calitzdorp ist zudem das Zentrum der Portweinproduktion Südafrikas. 

10.09.2019

Unsere heutige Fahrtroute ist 380 km. Wir fahren die Route 62. Sie verläuft durch die kleine Karoo, der Name stammt angeblich von Garob, was in der Sprache der Urbevölkerung, der Khoikhoi, so viel wie „trocken“ oder unbewohnbar heisst. Die weissen Pioniersiedler, die ab dem 17. Jahrhundert hier eintrafen, nannten das Gebiet dann die Karoo. Heute bedeckt die Karoo (Halbwüste) ein gutes Drittel Südafrikas zwischen den Swartbergen im Norden und der Kette der Langeberge und Outeniqua Berge im Süden. Wir fahren über Pässe, durch Dörfer Calitzdorp, Ladismith, Barrydale nach Montagu. Es ist ein Gebiet mit einer Vielfalt an wilden Blumen, Feldern, Obstgärten, Weinbergen und farbigen Felsformationen. Auch einige Tiere sind hier beheimatet uns hätte es vor allem gefreut, das scheue Erdmännchen zu sehen. Dafür hätten wir uns aber für eine Tour entscheiden müssen. In Montagu werden wir durch einen Unfall auf unserer geplanten Strecke gestoppt. Das heisst für uns zwei Stunden warten oder einen Umweg von zusätzlich 100 km machen. Wir entscheiden uns für den Umweg. Wir fahren über den Rooihoogte-Pass mit 1234 MüM. Nach 500 km erreichen wir unseren letzte Etappenhalt  Franschhoek.

11.09.2019

In Franschhoek sind wir im historischen, ursprünglichen Weinland. Bereits 1652 entdeckten die ersten Farmer, dass das Klima und der Boden für den Weinbau besonders geeignet sind. Die Hugenotten-Flüchtlinge aus Frankreich, die 1688 in der Gegend eingesiedelt wurden, trieben die Entwicklung des Weinbaus voran. Es gibt zahlreiche Weingüter auf denen Degustationen möglich sind. Auch wir machen Halt bei drei Weingütern (La Bri, Moreson, Grand Provence) und einer Bierbrauerei (Hey Joe). Wir degustieren uns durch Merlot, Shiraz, Cabernet Sauvignon, Pinottage, Chardonnay, Muscat, Blonde, Witt, Special Belgian, Saison, Belgian Lager. Nachmittags ist für uns nun relaxen angesagt.

12.09.2019

Fahrt nach Kapstadt und Heimflug über Amsterdam nach Zürich.